5plus1 Marktnische Maibowle

Ihr braucht eine Nische.

Zumindest, wenn ihr euch ein für alle mal von den benachbarten Weingütern unterscheiden wollt.

Aber das hört ihr sicher nicht zum ersten Mal.

Nehmen wir einfach mal an, dass ihr der Idee zustimmt. Also so – “Ja man, das wär’ der Hammer”-mäßig.

Und nehmen wir mal weiter an, dass ihr sofort loslegen wollt. Lockdown läuft, der Markt stellt sich gerade auf den Kopf und ihr seid bereit, die Welle zu surfen. 

Aber der zündende Einfall bleibt aus. Genau wie die guten alten Kunden, die sich einfach jedes mal den Kofferaum voll laden wollten. 

Kopfkratzen hilft auch nicht weiter. Ihr habt zwar Wein, aber auch das Gefühl, damit ein Weingut unter Tausenden zu sein?

Kein Problem, deshalb kommt hier 5plus1 und nimmt für euch eine potenzielle Marktnische unter die Lupe.

Auf geht’s:

Warum ist Maibowle eine Marktnische?

Muss ich das Offensichtliche sagen? 

  • Nicht alle haben Bock drauf. 
  • Sie ist stark saisonal.
  • Und das Angebot ist … naja, seht einfach selbst:

Anbietercheck Maibowle

Gehen wir mal alphabetisch einige der großen Seiten durch:

Belvini? Nichts.

Ebrosia? 2 falsche Ergebnisse – also nichts.

Falstaff? Pustekuchen.

Geile Weine? Nada.

Hawesko? Keine Maibowle in Hamburg.

Vicampo? 30 Treffer = 30 mal MAIson XYZ.

Vinexus? Sry, keine Ergebnisse.

Wein.de? Ein Wunder! 1 Artikel!!!

Weine.de? Niente.

Weinfreunde? 7 Treffer, 7 falsche Hasen.

WirWinzer? Leerverkauf.

Bei Vinos, brauch ich’s gar nicht probieren, so viel verstehe sogar ich von Wein. Und Amazon spuckt gerade mal 4 Bücher rund ums Thema Maibowle aus.

Probieren wir also einfach mal das Undenkbare und GOOGLEN Maibowle. 

Google, Leute. Google Seite 1 und ich kann keinen einzigen Tropfen Maibowle kaufen.

Mal im Ernst. Was bleibt mir denn derzeit übrig als meine Maibowle selbst zu machen? 

Bin ich der einzige, der sich diese Frage stellt?

Nein, ganz und gar nicht – wie eine kleine Keywordrecherche zeigt:

91.000 Menschen suchen im Mai fast zeitgleich nach Maibowle, fast nochmal so viele in den Monaten davor und danach,

von denen insgesamt rund 2500 Personen eine direkte Kaufabsicht zeigen: „Maibowle kaufen“, die Hälfte von ihnen natürlich zum Stichtag im Mai.

Und worauf treffen diese Suchmaschinennutzer?

2 Artikel, die zu diesem Zeitpunkt (Ende Februar) auf den Websites der Wiederverkäufer an sich nicht zu finden sind. Alle weitere Einträge weisen auf die Webshops der großen LEH Ketten.

Da ist sie:

Eure Marktnische auf dem geleckten Silbertablett.

Voila.

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Wie Ihr die Marktnische ausfüllt

Zu erst folgt die Produktentwicklung.

Wir benötigen ein Produkt, dass für den Onlinehandel geeignet ist:

Idealerweise beinhaltet es eine Händlermarge von mindestens 1/3 , besser 50%. So könnt ihr es Problemlos zu um die 30% abgeben und selbst ein – passt auf – 5plus1 Paket wäre drin. Badummtss (die Namensähnlichkeit ist reiner Zufall…).

Was gibt der Markt her? Massenware und ein Secco um die Sechs Euro. 

  • “Handgemacht”? Fehlanzeige.
  • High End? Fehlanzeige. 
  • Rebsortenreine Maibowle? Fehlanzeige. 
  • 0,2L Flaschen? Fehlanzeige. 
  • Baginbox? Fehlanzeige.
  • Fancy Design? Fehlanzeige.
  • Alkoholfrei? Fehlanzeige.
  • Rosé Maibowle? Fehlanzeige.
  • Winzersekt Maibowle? Fehlanzeige
  • Weniger süße Maibowle? Fehlanzeige

Das sind Lücken die sich füllen lassen. Und zwar von Winzern, die sich trauen, unterrepräsentierte Nischenprodukte zu produzieren, für die es einen offensichtlichen Markt gibt.

Wenn jetzt das Argument kommt: “Aber Maibowle ist doch voll die Billigplörre!”, dann sag ich euch eins: 

Hat die Marktdominanz von Billigbier etwa tausende Jungbrauer davon Abgehalten, einen geilen Markt für fancy Craftbeer zu etablieren? 

Solange ihr keine Kellerei seid, wo die LKWs täglich durchs Tor rollen, was interessiert es euch, wie die Maibowle im Discounter vermarktet wird?

Aus meiner Ausbildungzeit weiß ich das über Maibowle: Eine geile Riesling Spätlese mit hochwertigem Waldmeister schmeckt unfassbar lecker und wird dir von den Gästen beim Frühlingsfest aus den Händen gerissen. Probiert’s aus.

Wie Ihr Eure Maibowle online vermarktet

Habt ihr dann also das Produkt für den Onlinemarkt fertig, geht mit dem Hinweis auf die Keywordrelevanz auf die Händler und Plattformen zu. Auf alle, nicht nur auf zwei. 

(Sieh dazu meine Liste der Onlinehändler)

“Hey Leute, seht Ihr diese Marktnische? Wir sehen sie und wir wollen sie ausfüllen! Hier ist unser Produkt, seid ihr dabei?” 

Und weil ihr gut kalkuliert habt, könnt ihr eine gute Marge bieten. Ihr könnt ein für den Kunden attraktives Paket schnüren. 

Ihr könnt das Weingut sein, mit dem ich meine Frühlingsgefühle und meinen Grill beim Gartenfest einweihe. 

Coole Angebote rund um die Maibowle

Maibowle muss ja noch nicht mal fertig gemischt kommen. Ihr könnt fertige Maibowle Pakete anbieten:

2 halbtrockene oder liebliche Weine und 1 Sekt, dazu ein Busch getrockneter Waldmeister

Ihr könnt süße und wenig süße Pakete anbieten und mir auf einem Einleger den Link zum Rezept mitsenden. Dieser Link führt mich auf eure Website (das ist der Ort, wo ich als Neukunde euren Angebote und Newsletter suche – nicht die Familiengeschichte von Opa Willi).

Ihr könnt die Zielgruppe der Frühlingsanbeter anvisieren: Gärtner. Verkauft Maibowle mit einem Set Blumenzwiebeln. Verkauft Maibowle an Gartencenter, an Globus oder über Gartenpflegeblogs.

Verkauft Frühlingsgeschenke, Ostergeschenke, verkauft einen süßen und leckeren Gruß an die Sonne!

Ihr könnt in den Paketen auf eure besten Sommerweine hinweisen. Oder auch auf der Rückseite der Flasche. 

“Die Bowle schmeckt? Uns auch, das liegt am guten Wein, den wir tatsächlich auch ohne Waldmeister verkaufen. Besuchen Sie uns auf Beispielweingut.de/maibowle”

Dort kann ich die Grundweine kaufen und so weiter.

Alleine bei Maibowle wartet ein Nischenmarkt der mehr als genug Platz viele kleine und bestimmt auch einige mittlere Weingüter bietet. Hier locken Neukunden, die ihr anders niemals erreicht hättet. 

So viel dazu.

Wenn ihr das Experiment wagt, meldet euch gerne bei 5plus1 für eine Fallstudie, das gibt extra Publicity und wäre ein toller Teil 2 zu diesem Artikel.

Bis zum nächsten Mai!

Titelbild von Jason Edwards auf Unsplash

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